Aktive Naturschule Templin

neugierig – achtsam – selbstbestimmt

Schüler bauen ihre eigenen Möbel

Schüler bauen Möbel. Geht das?

Immer freitags ist an der Aktiven Naturschule Templin Projekttag, an dem alle Schüler der 7.bis 10. Klasse ein individuelles Projekt verfolgen. Dies kann beispielsweise das Schreiben einer Geschichte, das Erlernen einer neuen Sprache, ein künstlerisches oder handwerkliches Vorhaben sein.

Im September 2019 wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das die Schüler „Fridays for Firma“ nennen und bei dem Möbel für die gerade entstehende Abiturstufe geplant, gebaut und auf lange Sicht auch verkauft werden. Zu den Möbeln zählen Tische, Regale und Stühle, kurz gesagt Raumausstattungen für Klassenzimmer. Dieses Schülerfirmaprojekt fand großen Anklang bei den Lernenden.

Bei der Arbeit an diesem Projekt kann man viel lernen: Am Anfang gab und gibt es viel zu recherchieren und zu schreiben, technische Zeichnungen müssen angefertigt, Kalkulationen aufgestellt werden. An erster Stelle steht dann aber sicher die handwerkliche Arbeit.

Das Projekt verfolgt nicht nur das Ziel, in Fächern wie WAT (Wirtschaft-Arbeit-Technik), Kunst, Deutsch und Mathematik dazu zu lernen, sondern auch einen Bezug zum zukünftigen Berufsleben zu erlangen. Alle mitwirkenden Schüler können für sich entscheiden, in welcher Phase des Projekts sie sich gern einbringen möchten.

Zur Zeit ist ein Teil von ihnen mit der Recherche von Tischmodellen beschäftigt. Es werden die Schulräume vermessen und Entwürfe angefertigt. Die Gruppe für die Öffentlichkeitsarbeit kümmert sich um Vermarktung und Werbung und die letzte, aber wichtigste Gruppe arbeitet in der Produktion. Unter der Anleitung von Projektleiter Harry Günther wurden zunächst Holzbretter zu Platten verleimt, die dann für unterschiedliche Zwecke genutzt werden können.Bis zur Entwicklung von eigenen Produktideen werden im Moment Multifunktionshocker hergestellt, die zusammengesteckt auch ein Regalsystem ergeben.

Noch bis Mai 2020 wird dieses interessante Projekt im Rahmen der Initiative Sekundarstufe I (INISEK) durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landes Brandenburg sowie der Bundesagentur für Arbeit gefördert.